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Bissige Antworten auf aktuelle Fragen
Das Kabarett-Programm „Antitoxin für Deutschland“ feiert an diesem Abend Premiere am Gymnasium

AntitoxinFolgt auf die Bewegung "Fridays for Future" in absehbarer Zeit "Swimming for Survival"? Das Vegesacker Schülerkabarett hält dies nicht für unwahrscheinlich. Foto: Christian Pfeiff

Von Christian Pfeiff

Vegesack. „Wir haben mit den letzten vier Programmen indirekt Stellung gegen rechts bezogen, indem wir das Thema größtenteils ignoriert haben. Dieses Jahr beziehen wir Stellung, indem wir das Thema direkt in den Programmfokus rücken.“ Mit diesen Worten erklärt der künstlerische Leiter Mathias Hilbig den diesjährigen inhaltlichen Ansatz des schulübergreifenden Kabarettprojekts „Antitoxin“.

Bisweilen etwas anarchisch und teils bitterböse, grundsätzlich jedoch mit einer optimistischen Grundhaltung ausgestattet. So kennt das Publikum das Schülerkabarett Antitoxin, das seit vielen Jahren am Gymnasium Vegesack beheimatet ist, aus den vorigen Programmen. Stammgäste können sich so bereits denken, dass es sich beim aktuellen Programm unter der Überschrift „Antitoxin für Deutschland“, das an diesem Dienstag, 1. Oktober, um 19 Uhr in der Aula des Gymnasiums Vegesack Premiere feiert, keinesfalls um plumpe Demagogie handelt.

Zwölf Jugendliche von vier Nordbremer Schulen haben in diesem Jahr am Projekt Antitoxon teilgenommen. Sie haben sich für einen szenischen Kunstgriff entschieden, bei dem sie Aussagen und Auftreten rechtspopulistischer Parteien kurzerhand auf eine subversive Schul-AG übertragen. Dargestellt werden die Machenschaften der Schul-AG, die sich als roter Faden durch das gesamte Programm ziehen. Danach scheint die Fragestellung „Was wäre wenn ...“ auch die Ausgangsbasis weiterer Szenen des aktuellen Programms zu sein:

 

Was wäre, wenn das Ignorieren der Klimaziele Folgebewegungen der „Fridays for Future“-Welle unerlässlich macht? Das hieße dann bei einem Anstieg der Meeresspiegel "Swimming for Survival". Wenn nach dem Ableben keine Erlösung, sondern unzählige Behördengänge folgen? Wenn Partnersuche ausschließlich über Social-Media-Kanäle erfolgt? Wenn Bundespolitiker sich beim Duktus aktueller Deutschrapper bedienen würden?

An Ideen für humorvolle wie bissige szenische Antworten auf diese und weitere Fragen mangelt es den Teilnehmern nicht, sodass „Antitoxin“ die bereits vor 24 Jahren eingeschlagene Linie auch mit dem aktuellen Programm nahtlos fortsetzt – obwohl gut drei Viertel der aktuellen Akteure erstmals als Kabarettisten auf der Bühne stehen.

Für Uzay Calisir, Rebekka Ahrens und Patricia Lange ist die Mitwirkung bei „Antitoxin“ quasi die Fortsetzung einer Familientradition, nachdem zuvor bereits ältere Geschwister in den Reihen der Kabarettgruppe Bühnenerfahrungen sammelten. Neben dem kreativen Arbeiten und der Möglichkeit, Kritik an Schule, Politik und Gesellschaft konstruktiv und humorvoll zu verarbeiten, ist es jedoch auch eine gewisse Gruppendynamik, die für weitere Mitwirkende eine Motivation darstellte, jetzt dabei zu sein. „Manche Besetzungen früherer Programme sind bis heute eng miteinander befreundet“, weiß Hilbig, der seit 2004 die künstlerischen Geschicke des einst von Reinhard Schilling gegründeten Schülerkabaretts leitet. Unterstützt wird er hierbei mittlerweile von Projektkoordinatorin Carola Romanus.

Ein weiteres „Antitoxin“-Merkmal ist neben dem schulübergreifenden Charakter auch der Umstand, dass alle Texte und Szenen von den Schülern selbst geschrieben und konzipiert werden – zumeist im Teamwork. „Viele Ideen entstehen zunächst durch Gespräche darüber, wie man dieses oder jenes Thema szenisch umsetzen könnte“, erklärt Alexander Hellmann, der von den Gruppenmitgliedern als einer der Hauptautoren des aktuellen Programms benannt wird.

Die weiteren Ausarbeitungen der Texte und Szenen erfolgen in der Gruppe: „Bevor eine Szene auf die Bühne kommt, wurde sie zuvor durchschnittlich mindestens fünf Mal umgeschrieben“, schildert Hilbig den seit Januar andauernden Arbeitsprozess.

Die Früchte der Mühen können sowohl an diesem Dienstag, 1. Oktober, als auch am Mittwoch, 2. Oktober, sowie am Freitag, 1. November, jeweils ab 19 Uhr in der Aula des Gymnasiums Vegesack begutachtet werden. Weitere Aufführungen finden am Donnerstag, 24. Oktober, im Bremer Schnürschuhtheater sowie am Dienstag, 29. Oktober, im Schulzentrum Grenzstraße statt. Der Eintritt beträgt regulär sieben Euro, für Schüler vier Euro.

"Viele Ideen

entstehen zunächst

durch Gespräch."

Alexander Hellmann, Antitoxin

   
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